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Kreisverband Vechta - Veranstaltungen - 04.01.2008
Siemer will Schulstandorte erhalten
Pressemitteilung > Bildungspolitik und Mindestlohn zentrale Themen im JU-Kreisvorstand
Calveslage – Der Kreisvorstand der Jungen Union (JU) im Kreisverband Vechta diskutierte am vergangenen Freitag mit dem Bundestagsabgeordneten
Franz-Josef Holzenkamp (CDU), Landtagskandidat Dr. Stephan Siemer (CDU), MIT-Kreisvorsitzendem Werner Lübbe, MIT-Bundesvorstandsmitglied Günter
Nyhuis und Gastgeber Heinrich Wolking (Firma H. Wolking Mühlen- und Maschinenbau, Calveslage) über aktuelle bundes- und landespolitische Fragen.
Die zukünftige Rolle der Hauptschule entwickelte sich schnell zum zentralen Gesprächsthema. Siemer sprach sich gegen eine Einheitsschule aus, wie sie die
SPD in ihrem Wahlprogramm fordert. Im Rahmen des SPD-Konzeptes seien die Haupt- und Realschul-Standorte Bakum, Holdorf und Goldenstedt konkret gefährdet.
In kleineren Orten sei allerdings eine intensive Kooperation von Haupt- und Realschulen erforderlich. Auf jeden Fall seien aber getrennte Abschlüsse zu erhalten.
Auch gegen den Alternativvorschlag einer Fusion von Haupt- und Realschulen sprachen sich neben Siemer mehrere JU-Kreisvorstandsmitglieder aus: Das Hauptproblem wäre
dadurch nur vertagt, eine Diskussion über Probleme am Grenzbereich zum Gymnasium dann in wenigen Jahren vorprogrammiert. Die Lösung des Problems der Hauptschulen
sei vor allem in einer stärkeren inhaltlichen Profilbildung zu suchen.
Weitere Verbesserungsmöglichkeiten im Schulsystem sieht Siemer im Bereich der frühkindlichen Bildung: „In Niedersachsen werden Kinder mit 6,5 Jahren eingeschult.
Das ist viel zu spät“. Die JU im Kreis Vechta sieht sich damit ihn ihrer Forderung bestätigt, nachdem sie das Thema vor 2 Jahren diskutiert hatte.
Bundestagsabgeordneter Holzenkamp hob hervor, dass vor allem in der Grundschule kleinere Klassen nötig seien, um Kinder individueller fördern und soziale
Kernkompetenzen besser vermitteln zu können. Auch hier plane die CDU Investitionen, bestätigte Siemer.
„Der Mindestlohn löst kein Problem“ bezog Franz-Josef Holzenkamp klar Stellung zur laufenden Diskussion. Nach der Koalitionsvereinbarung sei er aber in Berlin
derzeit ohnehin nur in Branchen umsetzbar, in denen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam darauf verständigen. Unternehmer Wolking sieht einen Mindestlohn
nicht prinzipiell als problematisch an: „Wir sollten dafür sorgen, dass er eine verträgliche Höhe hat“. Als unter Umständen größeres Problem für den Mittelstand
im Oldenburger Münsterland sehen Holzenkamp und Lübbe die geplante Erbschaftssteuerreform an, die zu erheblichen Problemen bei der Betriebsnachfolge führen könnte.
Hier werde die zentrale Frage des „Eigentums“ diskutiert und es seien Umverteilungs-Versuche der SPD zu befürchten.
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